Sicherung unternehmenskritischer Anwendungen

Sommerzeit ist Gewitterzeit: Blitzeinschläge in Stromleitungen sind daher gerade in der Zeit von Juli bis September keine Seltenheit. Die Folge: Auch in Deutschland mit seinem gut ausgebauten Stromnetz kommt es in dieser Zeit regelmäßig zu starken Spannungsschwankungen, Überspannungen und Stromausfällen. Doch auch ohne Blitz und Donner werden im Jahresmittel täglich 1800 Spannungseinbrüche und drei Stromunterbrechungen von mehr als 20 Millisekunden gemessen:

Schon diese geringen Stromschwankungen oder kurzen Stromausfälle von wenigen Millisekunden können für ein Netzwerk und besonders die zentralen Systeme katastrophale Folgen haben. Häufig gehen wichtige Firmendaten für immer verloren, wenn Dateien nicht mehr gesichert oder Transaktionen nicht mehr abgeschlossen werden können. Angesichts solcher Probleme sind die reinen Sachkosten bei der beschädigten Hardware fast schon zu vernachlässigen - die benötigten Mannstunden zur Wiederherstellung der Systeme und die Ausfallzeiten wiegen weitaus schwerer.

Banken mit ihren sensiblen Daten können durch Stromstörungen besonders schnell in Existenzschwierigkeiten kommen. Ein länger andauernder Systemausfall kann binnen weniger Tage den Ruin bedeuten oder zumindest den Entzug der Zulassung durch die zuständige Aufsichtsbehörde. Nicht zuletzt ist auch der Vertrauensverlust bei den Kunden zu bedenken, den ein - wenn auch nur teilweiser - Ausfall der EDV nach sich zieht. Einen echten Verlust wichtiger Daten schließlich kann sich keine Bank erlauben.

Unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme (USVs) bieten einen wirksamen und umfassenden Schutz gegen solche Notfälle und haben sich aus diesem Grund in allen Netzwerkumgebungen als feste Komponente etabliert. Sie sorgen dafür, dass wichtige EDV-Systeme auch bei einem Stromausfall weiterlaufen oder zumindest automatisch sicher heruntergefahren werden, so dass keine Daten verloren gehen.

Bei der Auswahl der richtigen USV sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Wie kritisch für den Unternehmensbetrieb sind die abzusichernden Systeme? Wie empfindlich reagieren diese Systeme nicht nur auf Stromausfälle, sondern vor allem auf Spannungsschwankungen? Wie lange müssen diese Systeme ohne Netzversorgung weiterlaufen können? Gerade für komplexe Netzwerkstrukturen gilt es darüber hinaus die Frage zu beantworten, welche Möglichkeiten der Fernsteuerung und Kommunikation die USV im Firmennetzwerk beherrschen muss.

Natürlich muss ein zentrales System extrem gut abgesichert werden. Es stellt wesentlich mehr Anforderungen an die USV als ein einfacher Arbeitsplatzrechner. Für letztere werden meist sogenannte Stand-by-USVs eingesetzt, die bei Stromausfall oder -schwankungen schnell auf Batterien umschalten und auch gegen Überspannungen schützen. Sie können die Rechner jedoch nur verhältnismäßig kurze Zeit mit Strom versorgen und müssen schon bei kleineren Spannungsschwankungen auf die Batterie zugreifen.

Für unternehmenskritische Server, Mainframes und Midrange-Systeme, die zum Teil Echtzeit-Transaktionen durchführen müssen, sind diese Umschaltzeiten über den Toleranzwerten und die Überbrückungszeiten zu kurz. Außerdem stellt diese Hardware sehr viel höhere Anforderungen an Strom- und Spannungsqualität. Deshalb empfiehlt es sich hier sogenannte Online-Double-Conversion-USVs wie die Eaton 9390 USV einzusetzen: Sie wandeln den Netzstrom ständig in Gleichstrom um; zur Versorgung der angeschlossenen Geräte wird dieser dann wieder in hochqualitativen Wechselstrom zurückgewandelt.

Bei zu starken Schwankungen oder totalem Stromausfall springen die Batterien sofort ein - ohne jegliche Umschaltzeiten. Gleichzeitig informiert das Gerät über den Netzwerkanschluss den Systemadministrator über den Stromausfall und initiiert gegebenenfalls einen geordneten Shutdown des Systems. Die Batterien dieser USVs sind so großzügig dimensioniert, dass für den Abschluss aller Transaktionen innerhalb des Systems und den Shutdown genug Zeit bleibt - oder alternativ bis zum Start eines autarken Notstromaggregats.

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